Wesen und Zweck von Joomla

Joomla! dient in erster Linie der Erstellung von Webseiten mit veränderlichen, das heisst dynamischen Inhalten, die von mehreren Personen ohne vertiefte Kenntnisse über Webseitenerstellung editiert werden können. Dabei wird innerhalb von Joomla! zwischen drei Ebenen streng unterschieden: der funktionellen Struktur, den eigentlichen Seiteninhalten und dem Layout.

Die Einrichtung der funktionellen Struktur, häufig mit dem englischen Begriff management bezeichnet, ist aufwendig und setzt profunde Kenntnisse voraus. Sie liegt daher häufig in den Händen einer entsprechend ausgebildeten Einzelperson, die als Administrator bezeichnet wird. Dieser muss Joomla auf einem Webserver installieren, üblicherweise einem Apache-Webserver, ausserdem wird ein MySQL-Datenbank-Server benötigt. In der Regel wird dazu ein fertiges Paket wie xampp heruntergeladen und auf einem lokalen Computer ein virtueller Webserver installiert. Anschließend kann das gewünschte Joomla-Paket heruntergeladen und offline lauffähig gemacht werden. Erst die fertig eingerichtete Webseite wird anschliessend auf einen Webserver hochgeladen.

Die Seiteninhalte, auf englisch content, können von nun an durch eine beliebig große Anzahl von Autoren über einen leicht bedienbaren Editor wie TinyMCE eingepflegt werden. Der Editor lässt sich mittels eines Webbrowsers aufrufen, so dass die Autoren ihre Inhalte von jedem Ort mit Internetzugang eingeben können. Über eine Benutzerverwaltung lassen sich dabei vom Administrator für jeden Autor und jeden Inhalt individuelle Zugriffs- und Schreibrechte festlegen. Dadurch ist es möglich, dass manche Autoren beispielsweise nur die Inhalte, andere auch die zugrunde liegende funktionelle Struktur beeinflussen können. Um die Identität der Autoren festzustellen, ist der Zugang durch ein Passwort geschützt. Die Autoren müssen dabei – anders als bei der Erstellung von statischen Webseiten – keine Sprachen wie HTML und CSS beherrschen. Durch den Einsatz von JavaScript sehen die Beiträge schon beim Erstellen fast genau so aus wie später im Webbrowser des Besuchers (WYSIWYG-Prinzip).

Aus den beiden englischen Begrifflichkeiten leitet sich die für derartige Software übliche Bezeichnung Content-Management-System (CMS) ab.

Das Layout wird durch sogenannte Templates gestaltet, welche der Webseite unabhängig von Struktur und Inhalt ein einheitliches optisches Erscheinungsbild geben. Die Templates können durch den Administrator einfach ausgewechselt werden, wodurch sich das Aussehen der Webseite bei gleichen Inhalten grundlegend ändert. Da die Herstellung von Templates relativ komplex ist, werden sie in der Regel von Dritten angefertigt. Es existieren etliche kostenlose Templates, die sich in ihrer Farbigkeit an die Bedürfnisse des Benutzers anpassen lassen, dennoch sind sich die Erscheinungsbilder dieser Seiten im Ergebnis erkennbar ähnlich. Es gibt auch kommerzielle Hersteller von Templates, deren individuellere Produkte aber – im Gegensatz zu Joomla! – kostenpflichtig sind.

Für kleine und überschaubare Webseiten mit wenigen Unterseiten und weitgehend unveränderlichem Inhalt, die zudem nur von einer einzigen Person gewartet werden, sind Content-Management-Systeme wegen ihrer Komplexität und den höheren Anforderungen an die Server-Hardware ungeeignet. Für solche Aufgaben ist ein Homepagebaukasten oder aber ein einfaches CMS wie beispielsweise moziloCMS besser geeignet. Eine abgespeckte und daher übersichtlichere Version von Joomla ist weder verfügbar noch geplant noch innerhalb des Programmes einstellbar.

Vorteile von Joomla sind:

  • Benutzerfreundliche Bedienung
  • Leicht erweiterbar durch verschiedene Komponenten, Module und Plugins
  • Flexibles und dadurch leicht modernisierbares Design
  • Valides HTML und CSS (zumindest in den Standard-Templates)

Geschichte

Nach erheblichen Differenzen mit dem australischen Unternehmen Miro, das die Namensrechte an Mambo besass, verabschiedete sich am 17. August 2005 der Großteil der damals am Mambo-Projekt beteiligten Entwickler von Mambo. Um das System dennoch weiterentwickeln zu können, wurde der Code von Mambo 4.5.2.3 in ein neues Projekt mit dem Namen Joomla! übernommen und zu Joomla 1.0.x (Stable) weiterentwickelt.

Das Entwicklerteam gründete eine Seite mit dem Namen OpenSourceMatters, um die Nutzer, Entwickler, Webdesigner und die Community mit Informationen zu versorgen. Der Teamleiter zu dieser Zeit, Andrew „MasterChief“ Eddie, der das Projekt kurzzeitig verließ und am 15. August 2007 zurückkehrte, schrieb einen offenen Brief an die Gemeinschaft, der auch im öffentlichen Forum auf mamboserver.com publiziert wurde.

Am 1. September 2005 wurde unter dem neuen Namen Joomla! eine neue Mambo-Version angekündigt. Joomla ist die englischsprachige Schreibweise des Swahili-Wortes jumla, das so viel bedeutet wie ‚alle zusammen‘ oder ‚als Ganzes‘.

Joomla! 1.0.0 entspricht Mambo, das lediglich um einige Erweiterungen ergänzt wurde. Im weiteren Verlauf des Jahres 2005 einigte man sich darauf, sich von den Mambo-Wurzeln ganz zu trennen und ein gänzlich eigenes und neues CMS zu entwickeln.

Die Entwicklung der neuen Version, die mit 1.5 versioniert wird, dauerte mehr als zwei Jahre. In der Zwischenzeit wurde die Version 1.0 weiterentwickelt. Am 22. Januar 2008 wurde nach einigen RC-Versionen die erste stabile Version von Joomla! 1.5 offiziell veröffentlicht.

Joomla! steht als Open Source zur Verfügung. Den Joomla-Entwicklern ist diese Entwicklungsphilosophie sehr wichtig, weshalb der offizielle Slogan „… because open source matters“ verwendet wird. Inzwischen wird Joomla! weltweit für zehntausende Webseiten der unterschiedlichsten Art eingesetzt. Neben anderen bekannten CMS wie z. B. WordPress, Drupal, Mambo und TYPO3 ist Joomla mit knapp 11 % Marktanteil – nach WordPress mit circa 55 % Marktanteil – eines der meistverwendeten CMS weltweit. Joomla! hat eine starke Online-Community, die ihre Mitglieder aktiv unterstützt. Ausserdem gibt es auch im deutschsprachigen Raum Unternehmen, die kommerziellen Support anbieten und Entwicklung professionell betreiben.

Joomla hat den englischen Packt Publishing Open Source Content Management System Award im Jahr 2006 in der Kategorie Overall Winner und 2007 in der Kategorie Best PHP Open Source Content Management System gewonnen.

(aus Wikipedia)

Neuerungen in Joomla! 3.5

(Die Version 3.5.0 erschien am 21. März 2016)

Der Joomla! Release 3.5 bringt neben Fehlerbehebungen folgende Neuerungen:

  • joomla35graphicUnterstützung von PHP 7.x
  • Drag&Drop für Einfügen von Bilder (im TinyMCE Editor)
  • Senden von nanonymisierten Daten an Joomla.org (Opt-In)
  • Editortaste für das Einfügen von Modulen in Artikel
  • Exportmöglichkeit für Systeminformationen (z.B. für Supportanfragen)
  • E-Mail Notifikation bei Updates
  • Einfachere Anpassungen am Protostar-Template dank user.css (Änderungen an dieser Datei werden beim Updaten nicht überschrieben)
  • Editor-Schaltflächen wandern nach oben (TinyMCE Editor)
  • Artikelzähler im Kategorie-Manager
  • Kleinere Verbesserungen am User Interface

 

Neuerungen in Joomla! 3.6

(Die Version 3.6.0 erschien am 13. Juli 2016)

Der Joomla! Release 3.6 bringt folgende Neuerungen:

  • thumb joomla 3.6 imagery infographic 800x600 deZugriffskontrolle für Menütypen direkt im Backend, das heisst volle ACL Unterstützung im Menü
  • Organisieren und Filtern aller Menüpunkte auf einer Seite
  • Erstellen von Kategoreien direkt aus dem Beitrags-Editor
  • 'Reset' per Knopfdruck der Joomlainstallation auf Anfangszustand (Re-Install & Refresh)
  • Der Paket-Updater für den Joomla! Core kommt wieder
  • Kleinere UX Verbesserungen
  • Neuere JQuery Bibliothek
  • Der gesamte Cache kann mit einem Klick gelöscht werden
  • Für Entwickler: Erweiterte XML Definitionen für (Sub-)Form-Felder

 

Neuerungen in Joomla! 3.7

(Die Version 3.7.0 erschien am 25. April 2017)

Der Joomla! Release 3.7 bringt folgende Neuerungen:

  • joomla 3.7 Imagery 1080x1080 enEigene Felder - Erstelle und nutze eigenen Felder in Joomla.
  • Sprachverknüpfungen - Inhalte direkt im Backend in einer einheitlichen Oberfläche übersetzen.
  • Verbesserter Arbeitsablauf - Erstelle fehlende Beiträge direkt beim Erstellen des Menüeintrages
  • Backend Menü Manager - Erstelle ein eigenes Menü fürs Backend.
  • Verbesserungen für den TinyMCE - Sowie neue Buttons für das hinzufügen von Menüeinträgen, Kontakten und den eigenen Feldern
  • Einfache Erweiterungsverwaltung - Verhindert dass  der Administrator versehentlich löschen  benötigte Erweiterungspaket-Elemente löscht.
  • Neues Plugin welches darauf hinweist die PHP Version zu aktualisieren.
  • In der Übersicht der Menüpunkte gibt es eine neue Anzeige, welche Menüpunkte versteckt sind.
  • Beim Uplad von Dateien wird das voreingestellte Upload Limit angezeigt.
  • Es ist möglich, einen individuelle Seitentitel für Artikel anzugeben, ohne dafür einen Menüeintrag definieren zu müssen.
  • Das Newsflash-Modul hat einen neuen Parameter "Einleitungstext anzeigen" bekommen.
  • Das ISIS Template wurde moderner (flatter) gestaltet.
  • Die Benutzer-Session kann jetzt zwischen dem Frontend und Backend geteilt werden (nur einmal einloggen für Front- und Backend).
  • Bei Updates (Core und Erweiterungen) können jetzt die Mindestanforderungen für Datenbanktyp und -Version geprüft werden.

 

Neuerungen in Joomla! 3.8

(Die Version 3.8.0 erschien am 19. September 2017)

Dieser Joomla! Release bringt folgende Neuerungen:

  • 1024px joomla 3.8 imagery instagram 1080x1080 enDer neue Router ist diesmal endlich dabei. Er ermöglicht die Entfernung von IDs aus den URLs.
    Dies ist einzeln schaltbar für Beiträge, Kontakte und Newsfeeds.
  • Die Version enthält Vorbereitungen für die spätere Migration auf die Joomla! 4.0 (Namensräume etc.).
    Es existiert ein sogenannter Kompatilitäts-Layer.
    Deswegen gibt es grössere Änderungen im Framework ( Verzeichnis /libraries).
  • Code Bereinigungen und Verbesserungen sind auch diesmal an Bord. Dies soll Joomla stabiler machen.
  • Nachträglich können jetzt Beispieldateien installiert werden (war bisher nur bei der Installation möglich).
    Dazu befindet sich ein Modul im Admin-Bereich.
  • Mit Sodium kommt eine neue Verschlüsselung für die Übermittlung von Formulardaten ins Spiel.
  • Erfreulich: Das Plugin für den Web-Installer muss jetzt nachinstalliert werden. Nur noch ein (abschaltbarer) Hinweis ist im Installer sichtbar.

 

 

 

 

 

Neuerungen in Joomla! 3.9

(Die Version 3.9 erschien am 30. Oktober 2018)

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Dieser Release bringt vor Allem das lange erwartete Datenschutz Paket mit. Die Einhaltung von Vorschriften wird damit erleichtert und unkomplliziert. Müssen Benutzer Ihrer Datenschutzerklärung und/oder Ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen zustimmen? Joomla 3.9 kann dies automatisiert erledigen. Richte einfach und unkompliziert die Kern-Formulare ein, um die Zustimmung einzuholen, bevor personenbezogene Daten erfasst werden.
Auch ein zeitabhängiger Ablauf der Zustimmung zum Datenschutz kann eingerichtet werden. Das System teilt mit, ob und wann ein Benutzer kontaktiert werden muss, um die Zustimmung zu verlängern.
Verfolge die Zustimmung der Benutzer, verwalte Änderungen an den Nutzungsbedingungen und vieles mehr, alles auf einem Blick im Dashboard. Joomla kann aber mit noch mehr Neuerungen aufwarten:

  • Verwenden von Return-URLs bei Abbrechen-Schaltflächen
  • Erzeugen von URLs vom Backend in das Frontend und umgekehrt
  • Prüfsummenverifizierung beim Update von Core- und Drittanbieter-Erweiterungen
  • Ein Modul per ID in einen Beitrag einfügen
  • Sprachabhängige Anzeige von Schlagwörtern
  • Plugin "Inhalt - Kontakt": Verlinken eines Autorennamen mit einer URL oder E-Mail möglich
  • Erstellen von Menüpunken für benutzerdefinierte Beitragslisten im Backend
  • Mehrsprachige Websites: Eine neue Schaltfläche zum Bearbeiten von Verknüpfungen
    Mehrsprachige Websites: Empfehlung bestehender Verknüpfungen
  • Anzeige der übergeordneten Kategorie eines Beitrages und direkte Bearbeitung der Kategorie
    Argon2id Passwort-Unterstützung
  • &limitstart=0 und &start=0 in com_content entfernt
  • Unsichtbares reCAPTCHA implementiert

  (Zitate aus der Landingpage)